28. Verleihung des Förderpreises für junge Künstler
22. März 2025
Die 28. Verleihung des Förderpreises für junge Künstler durch den Förderverein Theater Magdeburg e. V. fand am 22.03.2025 im Opernhaus Magdeburg statt.

Preisträger:innen 2025: Förderpreis Schauspiel – Oktay Önder, Schauspieler. Förderpreis Ballett – Chiara Amato, Tänzerin. Förderpreis Musiktheater – Fermín Villanueva, Violoncello. Freundespreis des Fördervereins 2025 – Undine Dreißig, Kammersängerin.
Grußworte sprachen Julien Chavaz, Generalintendant des Theaters Magdeburg, Simone Borris, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Magdeburg, sowie Helmut Herdt, Stellv. Vorsitzender des Fördervereins Theater Magdeburg e. V.



Die Laudationes hielten Alice Buddenberg (Regisseurin) für Oktay Önder, Jörg Mannes (Ballettdirektor) für Chiara Amato, Babette Berg (Yehudi Menuhin Live Now Leipzig) für Fermín Villanueva – gelesen von Antonia Richter (Stellv. Vors. FVTM) – sowie Julien Chavaz (Generalintendant) für Undine Dreißig.



Als musikalischer Programmpunkt erklangen Lieder aus dem Italienischen Liederbuch von Hugo Wolf, interpretiert von Emilie Renard (Mezzosopran) und Justus Tennie (Klavier).


Oktay Önder, geboren in Bonn, studierte Schauspiel an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft und an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. In der Spielzeit 2021/2022 war er Teil des Schauspielstudios des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin.
Seit 2016 arbeitet er auch für Film und Fernsehen und gastierte am Volkstheater Rostock und am Theater Bonn. Oktay Önder ist freischaffend auch als Tänzer und Choreograf tätig.
Seit der Spielzeit 2022/2023 ist er festes Ensemblemitglied am Theater Magdeburg. Hier war und ist er u. a. in Sex und Kartoffeln, Gas, Woyzeck, Timon von Athen, Planet B, den drei Mr Gum-Stücken sowie in der zum Theatertreffen eingeladenen Inszenierung von Kim de l’Horizons Blutbuch (Regie Jan Friedrich) zu sehen.

Chiara Amato absolvierte ihre Tanzausbildung am Dance Studio Faenza in Italien.
Seitdem wirkte sie bei verschiedenen Produktionen als Gasttänzerin mit, wie zum Beispiel in den Stücken The Host und Cocoon von Brian Scalini. Zuletzt war sie am Staatstheater Augsburg engagiert.
Seit der Spielzeit 2022/2023 ist sie festes Ensemblemitglied im Ballett Theater Magdeburg und war hier u. a. als Königin in Schneewittchen, Gräfin Olivia in Was ihr wollt und Giulia Farnese in Borgia zu erleben. In der aktuellen Spielzeit tanzt sie u. a. die Solopartie der Sien in Vincent und die Titelpartie im Ballett Carmen.


Fermín Villanueva, geboren in Pamplona (Spanien), studierte Violoncello an der Hochschule für Musik des Baskenlandes Musikene bei Asier Polo. Nach dem Abschluss mit dem Bachelor setzte Villanueva sein Studium an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig bei Peter Bruns fort und schloss dieses mit dem Master mit Auszeichnung ab.
Im Anschluss absolvierte er das postgraduale Studium an der Musikuniversität in Wien bei Reinhard Latzko.
Villanueva ist mehrfacher Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe, wie dem europäischen EMCY-Preis, dem Young Virtuosos Wettbewerb in Sofia und ist 1. Preisträger beim Wettbewerb Juventudes Musicales de España in Barcelona.
2012 bis 2016 wurde Villanueva von Yehudi Menuhins Projekt „Live Music Now“ gefördert, seit 2015 von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung unterstützt und 2016 von der spanischen Gesellschaft Asociación de Intérpretes Españoles (AIE) ausgewählt. Seit 2018 ist er stellv. Solo-Cellist der Magdeburgischen Philharmonie.
Als Solist konzertierte er mit Orchestern wie dem Orquesta Sinfónica de Euskadi, der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, dem Jungen Sinfonie-Orchester Wetzlar, dem Leipziger Symphonieorchester, dem Nationalen Sinfonieorchester des Rumänischen Rundfunks, dem Orquesta Sinfónica de Radio Televisión Española sowie mit der Magdeburgischen Philharmonie. Villanueva hat mit Komponisten wie Pierre Boulez, Elisenda Fábregas und Dieter Ammann zusammengearbeitet und Werke von Max Murray, Christian Mason, Martin Kürschner, Steffen Schleiermacher, Josep Planells und Horatiu Radulescu uraufgeführt. Außerdem ist Villanueva Widmungsträger von Kompositionen von Stephan König und Jordi Cervelló.

Undine Dreißig, in Eisleben geboren, absolvierte ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, erhielt 1988 den 2. Preis beim Internationalen Dvořák-Wettbewerb und studierte in der Meisterklasse von Hanne-Lore Kuhse in Berlin.
1989 nach Magdeburg engagiert, interpretierte sie hier fast alle großen Rollen ihres Faches wie Fricka (Die Walküre), Ortrud (Lohengrin), Eboli (Don Carlo), Amneris (Aida), den Komponisten (Ariadne auf Naxos), Margarethe (Faust), Gertrud (Hamlet), Dalila (Samson et Dalila), Lady Macbeth (Macbeth) sowie in den letzten Jahren Herodias (Salome), Ortrud (Lohengrin), Venus in beiden Fassungen des Tannhäuser, die Küsterin (Jenůfa), Knusperhexe und Gertrud (Hänsel und Gretel), Klytämnestra (Elektra), Ježibaba (Rusalka), die alte Baronin (Samuel Barbers Vanessa), Kabanicha (Kát’a Kabanová), Golde (Anatevka) und die Rolle der Sara in der Uraufführung von Sidney Corbetts Kammeroper Die Andere.
Im November 2011 wurde sie von der Landeshauptstadt Magdeburg mit dem Titel „Kammersängerin“ geehrt. Mit Pina Bauschs Tanztheater-Produktion Iphigenie auf Tauris gastierte sie als Göttin Diana in Rio de Janeiro sowie als Iphigenie in Wuppertal und in Hongkong. Weitere Gastierungen führten sie als Ježibaba/Fremde Fürstin, als Frau des Schmieds in Franz Schrekers Der Schmied von Gent (mit CD-Produktion) und als Ortrud an die Oper Chemnitz. Außerdem ist sie auf CD-Produktionen als Charlotte (Werther) mit dem NDR-Sinfonieorchester sowie mit der Alt-Partie in Mahlers 2. Sinfonie mit der Magdeburgischen Philharmonie zu hören.
Darüber hinaus entfaltet sie eine rege Konzerttätigkeit in zahlreichen Konzertreihen und Oratorienkonzerten und ist eine beliebte Moderatorin.

Der diesjährige Freundespreis – eine Kette mit Anhänger – wurde von der Schmuckkünstlerin Gabriele Putz kreiert. Die in Magdeburg lebende Künstlerin studierte an der Hochschule für Kunst und Design Halle, Burg Giebichenstein. Seitdem hat sie ihr eigenes Atelier und war darüber hinaus 30 Jahre lang Mitglied im Verband Bildender Künstler, Lehrbeauftragte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Dozentin für Gestalter im Handwerk an der Handwerkskammer Magdeburg sowie im Beirat der Landeskunststiftung Sachsen-Anhalt.

