Susanne Krassa
Am Theater Magdeburg durfte ich als junge Schauspielerin mit wunderbaren Rollen und Inszenierungen wie die Julia aus „Romeo und Julia“, die Marianne aus „Geschichten aus dem Wienerwald“, die Irina aus „Drei Schwestern“, die Janet aus „Rocky Horror Picture Show“ oder die Nora aus „Nora oder Ein Puppenheim“ in mein Berufsleben auf der Bühne starten. Eingebettet in ein Ensemble aus „alten Häsinnen und Hasen“, wie Isolde Kühn und Arnim Winkler, die mir immer, immer zur Seite standen und von denen ich so viel lernen durfte.
Max K. Hoffmann als Intendant ließ allen Ensemblemitglieder*innen Raum für Entwicklung, traute mir die unterschiedlichsten Rollen zu und ließ die Zeit zum Wachsen auch zu. Denn nicht jede Produktion ist automatisch ein Publikumserfolg. Darin die Ruhe und das Vertrauen in das eigene Können zu behalten – das lernte ich am Theater Magdeburg. Entwicklung ist ein ständiges An-sich-arbeiten.
Der Förderpreis hat für mich Wertschätzung meiner Arbeit am Theater Magdeburg bedeutet – insbesondere durch das Publikum und den Förderverein. Meine schönsten Jahre auf der Bühne als junge Schauspielerin waren in Magdeburg. Ich durfte mich „freispielen“, DANKESCHÖN!
Die Wahrnehmung von Theater als Zusammenspiel ALLER Gewerke empfand ich am Theater der Landeshauptstadt am deutlichsten.